29er Test & Kompetenz Center

Trend oder die konsequente Weiterentwicklung des Mountainbikes?

Seit Frühjahr 2012 konntet Ihr bereits selbst erleben was der neue Trend mit sich bringt! Wir werden auch weiterhin eine breite Palette an Testbikes im Geschäft haben und  Ihr könnt Euch selbst ein Bild machen!. Ihr kauft also nicht die Katze im Sack sondern könnt erst einmal probieren ob das Bike für Euren Einsatzzweck das richtige ist! Neben 29" Hardtails und Fullies bieten wir Euch auch einige Bikes mit 650B Laufradstandart zum testen an!


Die Vorteile liegen auf der Hand und überwiegen! Die großen Räder rollen besser, nicht nur auf der Ebene und bergauf, sondern vor allem bergab über Hindernisse wie zb. Wurzeln, Steine etc. Einziger merklicher Unterschied ist unserer Meinung nach das die Räder etwas schwerer bergauf rollen da der große Radumfang der Laufräder überwunden werden muss. Dies wird jedoch durch andere Übersetzungsverhältnisse und das bessere Kletterverhalten (Rad steigt nicht mehr auf) wieder ausgeglichen. Durch die konsequente Weiterentwicklung und die Verwendung hochwertiger Materialien werden die Bikes auch immer leichter und dadurch noch attraktiver. Inzwischen ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass ein beschleunigtes 29er um 8% weniger Beschleunigungsenergie benötigt als ein 26"er Bike!

 

Vor allem Tourenbiker wird das 29er Konzept schnell überzeugen! Aber auch Liebhaber kniffliger Trails werden schnell überzeugt sein. Die ersten Bikes waren noch wenig wendig auf Grund des langen Radstands und der ersten Geometrieversuche der Industrie, aber auch hier hat sich viel getan! Inzwischen ist der Radstand nur noch unmerklich länger als bei den ersten Bikes die auf den europäischen Markt kamen! 

 

Unser Tip, einfach Probefahrttermin vereinbaren und ausprobieren, Ihr werdet überrascht sein!

 


Unsere Testeindrücke (Stand 2011)

Auch uns M BIKER haben die ersten Tests angenehm überrascht.Nach anfänglicher Skepsis habe ich mir im Frühjahr 2011 einen 29er Rahmenkit besorgt und das Rad ausgiebig getestet. Nach ca. 80.000km auf dem "normalen 26er MTB" kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten das die Vorteile überwiegen. Bergab ist ein 29er Hardtail annähernd so schnell wie ein 100mm Fully (26") und auf der Ebene rollt es ähnlich wie ein Crossbike. ich habe sowohl mit verschiedenen Reifen als auch mit diversen Laufrädern experementiert und gebe auch auf diesem Gebiet gerne meine Erfahrungen weiter.

Unsere Testeindrücke (Stand 10/2013)

Inzwischen hat sich sehr viel getan, vor allem im Bereich Laufradbau, Reifen und auch Rahmen und Fahrwerke sind um Welten besser als es noch Stand 2011 war! Sowohl Hardtails auch Fullies haben wir im täglichen Einsatz, das Ergebnis, wir haben unsere 26" Bikes entweder zum Winterrad degradiert oder gleich verkauft! Zu 29" gibt es aus unserer Sicht keine Alternative mehr wenn es um Marathon, Uphill oder All Mounatiain geht! Was DH oder Freeride betrifft ist immer noch 26" stark verbreitet aber auch dort nimmt der Anteil an 27,5" / 650B zu. Wir führen dies vor allem auf die benötigte Stabilität der Laufräder zurück.

Eindrücke aus dem Alltag (Stand 09/2015)

Inzwischen wurde das 26" MTB mehr oder weniger vom Markt verdrängt. Wir verkaufen momentan mehr als 80% unserer Neubikes mit 29" Laufrädern, 650B kommt mehr oder weniger gut bei unserer Kundschaft an, zumeist im Bereich mit viel Federweg oder bei kleinen Körpergrößen (unter 1,68cm). Unserer Meinung nach kann ein 29" MTB auch bei kleinen Körpergrößen funktionieren und wir haben durchweg positives Feedback wenn unsere Kunden nach einem Testtag zurück kommen! Auch Geometrieproblem und höhere Gewichte sind inzwischen kein Thema mehr, die Bikes werden zunehmend agiler und es gibt inzwischen auch gute Bikes mit einem ansprechenden Gewicht!


Erkenntnisse zum Thema 29er. Pro & Contra

Große Laufräder rollen besser. aber wieso? Hier die theoretischen Vorteile der 29''-Wheels im Detail.

 

Schlagloch:
Beim Durchfahren eines Schlaglochs taucht ein Laufrad mit großem Durchmesser weniger weit ein als ein kleines. Das reduziert einerseits die Schlagintensität, bringt also mehr Komfort, und benötigt andererseits weniger Energie, um das Rad wieder aus der Senke zu heben. Unterm Strich geht weniger Geschwindigkeit verloren.

 

Hindernis:
Trifft der Reifen auf ein Hindernis, muss das Gewicht, das auf dem Vorderrad lastet, mit Hilfe der Antriebskraft über das Hindernis gehoben werden. Die Antriebskraft erzeugt dazu mit Hilfe von Hebel der Pedalkraft ein Moment und dreht dabei das Rad über die Hindernis-Kante. Dem wirkt die Gewichtskraft entgegen.

Bei einem größeren Laufrad ändert sich das Hebelverhältnis. Der Hebel der Pedalkraft wächst im Verhältnis zur Gewichtskraft stärker – zum Überwinden des Hindernisses wird also weniger Antriebskraft benötigt. Anders formuliert: Fahrer und Bike werden weniger stark gebremst

 

Rollwiderstand/Grip: Reifen verformen sich unter Last und erzeugen dabei eine bestimmte Auflagefläche. Am vorderen Ende der Fläche befindet sich die Kippkante, die der Reifen während des Abrollvorganges ständig vor sich herschiebt. Die Kippkante wirkt wie ein kleines Hindernis, das andauernd durch Verformung des Reifens überwunden werden muss.

Die Auflagefläche ist bei 29-Reifen gegenüber 26-Pneus – bei gleichem Luftdruck, Profil und gleicher Breite – etwas schmäler, aber dafür auch länger. Dadurch greifen mehr Stollen gleichzeitig und sollen so – jedoch nur in der Theorie – den Grip erhöhen.

 

Gegner von Twentyniner argumentieren in erster Linie mit zwei Begriffen: Gewicht und Trägheit. Die Big Bikes bringen knapp ein Kilo mehr auf die Waage als die 26-Zöller. Das liegt vor allem an der "über"dimensionalen Gestaltung von Gabeln, Rahmen, Laufrädern, Reifen und Schläuchen. Der Gewichtsnachteil macht sich vor allem berghoch und beim Beschleunigen bemerkbar.

Noch störender als hohes Gewicht sind rotierende Teile, die weit vom Drehpunkt entfernt liegen – so wie etwa Felge, Reifen und Schlauch am 29“er. Die überdimensionalen Laufräder benötigen rund 17 Prozent mehr Energie beim Beschleunigen. Das spürbar trägere Handling der 29“er geht ebenfalls zum Großteil auf die Kappe der Laufräder. Grund sind die so genannten Kreiselkräfte, die das Laufrad umso mehr stabilisieren, je größer der Durchmesser und je höher Gewicht und Geschwindigkeit sind.

Das sorgt zwar in Abfahrten für hohe Laufruhe, lässt aber in schnellen Kurven die Wendigkeit vermissen. Nach kurzer Zeit tritt jedoch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Der Fahrer verbessert sein Kurven-Timing und meistert mit etwas Übung auch enge Serpentinen.

Neben dem Gewicht leidet auch die Steifigkeit unter den überdimensionalen Abmessungen. Vor allem bei der Tret­lagersteifigkeit am Rahmen sowie der Seitensteifigkeit an den Laufrädern zeigen 29er deutliche Schwächen. Im Praxistest fiel die höhere Verwindung allerdings weder im Sprint noch in schnellen Abfahrten negativ auf.

Probleme machte dafür der geringe Abstand zwischen Vorderrad und Unterrohr: Wer nicht sauber auf dem
(Flat-)Pedal steht, berührt beim Lenken schnell mit dem Schuh den Reifen. Mit Klickpedalen erledigt sich dieses Problem.

 

Für wen machen 29er Sinn?

In der Abschlussbilanz der Twentyniner halten sich die Vor- und Nachteile in etwa die Waage. Fest steht, die Riesenräder sind keine Marketing-Finte aus Übersee, sondern ein ernsthaftes Konzept und eine sinnvolle Erweiterung zum üblichen Bike-Angebot.

 

Die besseren Rolleigenschaften gegenüber kleineren Laufrädern lassen sich eindeutig nachweisen und bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Und auch für Nachschub ist gesorgt: Die wichtigsten Parts-Hersteller bieten mittlerweile Reifen, Laufräder und Gabeln auch in Übergröße an. Dem "großen" Vergnügen steht also nichts mehr im Wege.

 

Für welche Zielgruppe machen 29" Zoll Bikes Sinn ?

 

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, schließlich spielen auch persönliche Vorlieben eine wichtige Rolle. Die Grundsatzentscheidung lautet: gute Rolleigenschaften mit viel Sicherheit in unwegsamem Gelände oder geringes Gewicht gepaart mit hoher Agilität?

Selbst Grammjäger und Biker mit unbändigem Spieltrieb können wir inzwischen Twentyninern aufbauen die auch diese Bedürfnisse bedienen! Allen anderen Bikern, egal ob Tourenfahrern, Alpenüberquerern oder Genussbikern empfehlen wir uneingeschränkt den Kauf einen 29"er! Vor allem der effiziente und komfortable Vortrieb in unwegsamem Gelände und der Zugewinn an Sicherheit bergab bringt spürbare Vorteile bringen. Vor allem Einsteiger profitieren von den hohen Sicherheitsreserven der Riesenräder.

 

Unschlüssigen und Skeptikern empfiehlt sowohl die Fachpresse, als auch wir, selber Erfahrungen zu sammeln etwa mit einem Testrad aus unserem Shop*!

 

Aber nicht beim Fünfminüter um den Häuserblock, sondern im richtigen Gelände, denn nur dort erleben Sie den Aha-Effekt.

Wer sich für das Konzept Twentyniner entscheidet, steht jedoch gleich vor der nächsten Entscheidung: Welches Bike? Hardtail oder Fully? Alu oder Carbon, aber auch hier werden wir eine Lösung finden! Kommt vorbei!!!

 

*Ihr könnt unsere Testbikes auch gerne übers Wochende bei uns bekommen. (Preis je nach Testdauer, Ihr bekommt natürlich einen Wertgutschein in Höhe des Betrages. Diesen könnt Ihr bei einem Kauf in unserem Store einlösen könnt!)

 

 


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